Vatikan weist Beschwerde gegen Kirchenvorstandswahl in St. Johann Baptist zurück

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Kongregation für den Klerus stärkt die Position des Bistums und der Pfarrei in Essen-Altenessen.

Im Streit um die Neuwahl des Kirchenvorstands der Pfarrei St. Johann Baptist und den Verkauf der Pfarrkirche in Essen-Altenessen hat nun auch die zuständige obere Verwaltungsbehörde des Vatikans die Position von Pfarrei und Bistum Essen gestärkt. Die sogenannte hierarchische Beschwerde, die ein von einem Mitglied der Initiative „Rettet St. Johann“ beauftragter Anwalt beim Vatikan eingelegt hatte, wurde von der (auch für dieses Rechtsmittel zuständigen) „Congegratio pro clericis“ (deutsch: Kongregation für den Klerus) „wegen rechtlicher und sachlicher Unbegründetheit“ zurückgewiesen. Zuvor hatten bereits das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen und das Oberverwaltungsgericht in Münster den Antrag der Initiative „Rettet St. Johann“ abgelehnt, dem Kirchenvorstand der Pfarrei St. Johann Baptist den Verkauf der Pfarrkirche über eine einstweilige Anordnung zu untersagen.
Ende Mai hat der Kirchenvorstand der Pfarrei das Grundstück der Pfarrkirche und der benachbarten Gebäude an den Krankenhausträger Contilia für 1,1 Millionen Euro verkauft. Zudem wird es als Ersatz für die Pfarrkirche in der Klinik eine neue Kirche und weitere Räumlichkeiten für die Gemeinde St. Johann Baptist geben.

Text: Thomas Rünker (Bistum Essen)

Tipp der Redaktion:
Alle Infos zum Krankenhaus-Projekt finden Sie auf unserer Themenseite:
www.johannbaptist.de/krankenhausneubau

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6 Kommentare

  1. Andreas Bradel am

    Gerade ist mir, der ich mich nicht an der fragwürdigen Nutzung sozialer Netzwerke beteilige, bekannt geworden, dass sich dort aktuell so mancher Katholik des Bistums Essen durch einen “Like-Eintrag” positiv zur aus Rom eingegangenen Nachricht geäußert hat.

    Wenn ist mir die Namen so durchlese, die sich dort “verewigt” haben, erfasst mich kaltes Grausen.

    Wissen eigentlich diejenigen, die dort einen “Like-Eintrag” vornehmen, was sie damit in Kauf nehmen?

    Sie gefährden die Zukunft des christlichen Miteinanders in der Pfarrei St. Johann Baptist. Denn durch den Eintrag verhöhnen sie alle diejenigen, die sich für den Erhalt der Pfarrkirche St. Johann Baptist Altenessen eingesetzt haben.

    Das “aufeinander zugehen” wird dadurch nicht leichter.

    Am schlimmsten ist es aber, einen “Like-Eintrag” unter dem Account “Pfarrei St. Johann Baptist” zu generieren. Denn zur Pfarrei St. Johann Baptist gehören auch die über 1.000 Gläubigen, die sich für den Erhalt der Kirche St. Johann Baptist Altenessen ausgesprochen haben.

    So verwerflich kann die Befürwortung des Erhaltes einer Kirche doch wohl nicht sein, dass man ob dessen verhöhnt wird.

    Ich denke, bevor man sich im Internet hinsichtlich seiner Meinung bewertend äußert, sollte man einmal in sich gehen, was man damit bewirkt. Dies muss jeder für sich selbst beantworten.

    • Michael Beck am

      Hallo Herr Bradel, ich spreche hier nicht für die Pfarrei, sondern einzig und allein für mich persönlich wenn ich sage, dass ich Ihren Kommentar absolut lächerlich finde.

      Die E-Mail von Regina Bradel habe ich dankend zur Kenntnis genommen und den Post entsprechend korrigiert. Meine Antwort darauf liegt Ihnen ja wahrscheinlich vor, so dass ich Ihren Kommentar hier nicht weiter kommentieren werde. Ein “aufeinander zugehen” über solche Art von Kommentaren halte ich hingegen für nicht förderlich. Sollte es weiteren Klärungsbedarf geben, biete ich Ihnen gern das persönliche Gespräch an.

    • Andreas Bradel am

      Sehr geehrter Herr Beck,

      ich weiß nicht, was an meinem Kommentar lächerlich ist. Die Angelegenheit ist ernst genug.

      Mein Kommentar sollte auch gar nicht weiter kommentiert werden. Ich wollte lediglich zum Nachdenken anregen.

      Dass das “aufeinander zugehen” nicht über Schriftverkehr gelingen wird, dürfte jedem klar sein. Von daher erwartete ich Ihrerseits an dieser Stelle auch überhaupt keine Initiative zur Kommunikation.

      Mich verwundern andere Namen, die sich mit einem “Like-Eintrag” zum Thema positioniert haben, wesentlich mehr.

      Vielen Dank dennoch für Ihre Antwort.

    • Andrea Hütte am

      Sehr geehrter Herr Bradel,

      dass ein kommentarloses „Daumen rauf“ auf der Facebook-Seite der Pfarrei Sie nun um das christliche Miteinander in unserer Pfarrei bangen lässt, finde ich verwunderlich.
      In den zurückliegenden Wochen gab es zahllose Anfeindungen, persönliche Beleidigungen und Respektlosigkeiten gegenüber den Kirchenvorstandsmitgliedern, sowohl auf Facebook wie auf der Internetseite des Vereins „Rettet St. Johann“.  Ich bin sicher, Sie haben Sie auch gelesen.
      Haben Sie den Autoren dieser Kommentare jemals öffentlich die Frage gestellt, was sie mit Ihren Aussagen bewirken?
      Oder ob dieses Verhalten ein „Aufeinander zugehen“ vereinfacht?

      Freundliche Grüße, 
      Andrea Hütte

  2. Anja Leusch am

    Eine Kirche ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein schützendes Denkmal.
    Kirchen sind steinerne Zeugen des Glaubens.(Zitat)
    Einen Ersatz für St. Johann wird es niemals geben, denn eine Kirche
    die über 150 Jahre alt ist, kann man nicht mit einem sakralen
    Mehrzweckraum ersetzten!

  3. Irmgard Bradel am

    Heute (04.07.2019) liest man auf der Internetseite der evangelischen Kirche Deutschlands (www.ekd.de) ein tiefsinniges Zitat von Heinrich Bedford-Strohm (dem Vorsitzenden des Rates des EKD):

    „Kirchbauten sind Schätze der Vertrautheit, die unsere Identität gerade in unsicheren Zeiten stärken und stützen.“

    Er spricht mir aus der Seele.

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