Nach sechs intensiven und internationalen „Tagen der Begegnung“ in Chapala blicken unsere Pilger nun mit großer Vorfreude auf die Haupttage des Weltjugendtags mit den zentralen Veranstaltungen in Panama City.

Blicken wir noch einen Moment zurück: Das vergangene Wochenende fing schrill an. Während es in Deutschland gerade Mitternacht war, läuteten die Kolumbianer mit Trillerpfeifen um 6 Uhr morgens den Samstag ein. Nach der Morgenroutine aus Frühstück und Impuls stand das Kulturprogramm an. Zu sehen gab es ein Theaterstück der Kolumbianer. “Das war zwar irgendwie ganz cool zu sehen, aber wir haben fast nichts verstanden, weil das auf Spanisch war und die Übersetzung sehr spärlich, berichtet Susen vom Theaterstück mit dem Thema Taufe.
Nach dem Mittagessen ging es sportlich international in den Nachmittag: Fußball, Basketball und Cheerleading.

Die Flagge unserer Pilger

Die Flagge unserer Pilger | Foto: Susen Walter

Internationales Gemeinschaftsgefühl

Recht erfolgreich konnten sich unsere Pilger einige Spielsiege einholen. Beim Basketball wurden beide Spiele gewonnen, beim Fußball eins gewonnen, eins verloren – und das Cheerleading-Team war super, freuen sich unsere Pilger. Bei der Team-Olympiade gewannen sie drei von vier Spielen, und sogar die Laufspiele, bemerkt Susen.
Am Abend fand eine heilige Messe statt, bei der jede Gruppe präsentiert hat, was sie nach dem Theaterstück erarbeitet hat. Hier wurden verschiedene Gegenstände zum Altar gebracht und kurz erklärt, was die Gruppe damit verbindet. Bei unseren Pilgern war es ein Pfadfinder-Halstuch und eine Karte, die sich gut mit Gemeinschaft und dem Kennenlernen neuer Leute verbinden kann. An den Tagen der Begegnung absolut passend!
Nach dem Abendessen ging es in einen kolumbianischen Kulturabend.

Pilger machen das Beste aus heißem Klima und Wasserknappheit

Der Sonntag beginnt genauso früh wie am Vortag, geweckt von Menschen aus Nicaragua, aber mit Trommeln und Gesang – das war schon ein bisschen erträglicher, weiß Susen zu schätzen.
Nach dem Frühstück gab es eine sehr feierliche heilige Sonntagsmesse mit viel Gesang und Freude – und mit den Bewohnern aus dem Örtchen Chapala.
Im Anschluss folgte das Kulturprogramm der Mittelamerikaner, unter anderem aus Costa-Rica, Nicaragua und Guatemala. In Gruppen wurde der Gedanke Herausforderungen unserer Zeit und im Glauben auf verschiedenen Arten betrachtet, bevor es dann am Nachmittag sportlich weiterging.
Während der Spiele wurden am Rande des Geschehens fleißig Freundschaftsbändchen in den deutschen Landesfarben geknüpft und am Montag verteilt.

Das Wasser war knapp und wurde per Traktor geliefert.

Das Wasser war knapp und wurde per Traktor geliefert. | Foto: Susen Walter

Sportlich nahmen die jungen Menschen auch die Lage der extremen Wasserknappheit vor Ort. Jeder Tropfen Wasser muss quasi eingeteilt werden. Duschen geht nur zu bestimmten Tageszeiten – auch irgendwie ein Abenteuerurlaub. Wir machen das beste daraus, zeigt sich Susen optimistisch. Unten im Ort steht ein Traktor mit angehängtem Wassertank, wo fleißig das Wasser hergeschleppt werden muss. Irgendwann war das Duschen endlich möglich, aber erst die, die Sport gemacht haben, ergänzt Susen.
Am Abend erlebten die Pilger ihr kulinarisches Highlight. Es gab Nudeln mit Bolognese-Sauce. Die war zwar voll mit Knoblauch, aber es gab quasi was europäisches zu essen! Dazu gab’s eine frittierte Maniok-Wurzel., schwärmen unsere Pilger vom Essen.
Später stand ein mittelamerikanischer Kulturabend auf dem Programm. Zahlreiche Vorführungen und Tänze in Trachten, dazu viel Gesang. Das war ganz cool, wir durften nämlich teilweise mittanzen und haben hier etwas Party gemacht, berichtet Susen von der Stimmung.

Janosch darf in Panama nicht fehlen.

Janosch darf in Panama nicht fehlen. | Foto: Susen Walter

Spiele, Stimmung – und das Steigerlied

Mit dem Montag ist der letzte Tag der Tage der Begegnung angebrochen. Der europäische bzw. deutsche Tag stand an. Das Thema war – natürlich passend zur Stadt – Oh, wie schön ist Panama von Janosch. Die jungen Erwachsenen verteilten dazu Kärtchen mit kurzen Sprüchen.

Im Anschluss folgte eine klassische Schnitzeljagd. Rund 15 durchgemischte Gruppen mussten verschiedene kleine Spiele bewältigen. Singen, Pantomime, der Boden ist Lava, Fliesenrennen…die Bandbreite war groß.
Nach dem Mittag bekamen die Pilger die Möglichkeit ein ganz besonderes Souvenir zu ordern: eigene, ganz individuelle Kennzeichen, die dann in der Werkstatt in Chapala hergestellt werden.
Es ging weiter mit den Sportspielen. Unsere Pilger waren hier sehr erfolgreich: Beim Finale im Basketball holte man den Pokal nach Hause, beim Fußball wurde im Spiel um Platz 3 der Sieg eingeholt und bei der Teamolympiade belegte man den 2. Platz. Ein schöner, sportlicher Abschluss für die Tage der Begegnung.

Die heilige Messe am Abend wurde wieder einmal eine ganz besondere Zeit mit Fahnen, viel Gesang und Tanz. Wo die Siege aus den Spielen hingehen, wurde danach eindrucksvoll am bunten Abend der Europäer präsentiert. Unsere Pilger zeigten in einem Film über das Ruhrgebiet von oben ihre Heimat. Natürlich durfte das Steigerlied an dieser Stelle nicht fehlen, klar. Mit einer Siegerehrung und ausgelassenen Tänzen feierten die Pilger noch einmal so richtig den letzten Abend in Chapala. Aber: das tolle ist, dass unsere Pilger gar nicht umziehen müssen. Während der gesamten Zeit bleiben sie in Chapala untergebracht und fahren seit Dienstag dann täglich hinein nach Panama City, wo nun die zentralen Veranstaltungen des Weltjugendtags begonnen haben.

Ausgelassene Stimmung am letzten Abend, bevor es nach Panama City geht.

Ausgelassene Stimmung am letzten Abend, bevor es nach Panama City geht. | Foto: Susen Walter

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