Fragen und Antworten zum geplanten Krankenhausneubau in Altenessen

Auf dem Gelände des Marienhospitals in Altenessen will Contilia in den kommenden Jahren ein neues, größeres Krankenhaus bauen und damit ab 2025 die Gesundheitsversorgung im Essener Norden neu ausrichten. Allerdings kann dieser Neubau nur realisiert werden, wenn dafür die Grundstücke des Marienhospitals und der Kirche St. Johann Baptist mit ihren angrenzenden Gebäuden zur Verfügung stehen.

Um die Hintergründe und Entwicklungen dieses zentralen Projekts für den Stadtteil und die Kirche in Altenessen darzustellen, beantworten die Pfarrei und die Contilia auf dieser Themenseite die wichtigsten Fragen. Zusätzlich informieren Contilia und das Bistum Essen in einer Informations-Zeitschrift mit dem Titel „Zukunft im Essener Norden“ über den geplanten Krankenhaus-Neubau.

Der Neubau von Krankenhaus und Kirche auf dem Gelände des Marienhospitals und der Kirche St. Johann Baptist

1. Die Beteiligten

Wer ist die Pfarrei St. Johann Baptist?
Die katholische Pfarrei St. Johann Baptist ist eine von zehn Pfarreien im Essener Stadtgebiet und erstreckt sich im Wesentlichen auf den Stadtteil Altenessen. Die Pfarrei gliedert sich in die Gemeinde St. Johann Baptist mit der bisherigen Pfarrkirche am Karlsplatz und der Filialkirche Herz Mariä (Heßlerstraße) und die Gemeinde St. Hedwig (An St. Hedwig) mit der Filialkirche Herz Jesu (Bäuminghausstraße). Zu der 2008 aus den ehemals eigenständigen Gemeinden entstandenen Pfarrei gehören heute insgesamt rund 13.500 Mitglieder. Bis September 2020 wird sich St. Johann Baptist mit der benachbarten Pfarrei St. Nikolaus zu einer neuen Pfarrei zusammenschließen. Bis dahin leitet Dompropst Thomas Zander die Pfarrei St. Johann Baptist als Pfarradministrator, gemeinsam mit den hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern im Pastoralteam der Pfarrei und den ehrenamtlichen Mitgliedern von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat.
Wer ist die Contilia?
Die Linde (Con-tilia: „mit der Linde“) im Unternehmensnamen steht für starke Wurzeln, Schutz und Sicherheit, Vielfalt und Gesundheit. Heute arbeiten rund 7.300 Mitarbeitende in den Krankenhäusern, Senioreneinrichtungen, den ambulanten Diensten, den Ärztehäusern, den Präventions-, Früherkennungs- und Rehabilitationseinrichtungen der Contilia Gruppe in ihrem Zeichen. Die Gruppe baut auf eine lange und christliche Tradition, die vor über 170 Jahren mit dem Elisabeth-Krankenhaus Essen und der St. Elisabeth-Stiftung Essen begonnen hat. Der historische Auftrag, den die gemeinnützige Unternehmensgruppe von ihren Gesellschaftern, der St. Elisabeth-Stiftung Essen, der Stiftung St. Marien-Hospital zu Mülheim an der Ruhr, dem St. Josef Kuratorium e.V. und der Beteiligungsgesellschaft des Bistums Essen mbH erhalten hat, lautet: Die Fürsorge für kranke, alte und andere hilfsbedürftige Menschen.

2. Die Kirche St. Johann Baptist und das neue Krankenhaus

Warum wurde die St.-Johann-Baptist-Kirche verkauft?
Der Verkauf des Kirchengrundstücks war Voraussetzung, um an diesem Standort ein neues Krankenhaus in christlich-katholischer Trägerschaft zu errichten. Mit einer Grundfläche von 28.500 Quadratmetern soll die neue Klinik auf dem Gelände des heutigen Marienhospitals und unter Einbeziehung des Kirchengrundstücks St. Johann Baptist gebaut werden. Die unmittelbare Anbindung an den Ortskern von Altenessen mit Einkaufszentrum, U-Bahnstation und zahlreichen weiteren Einrichtungen des öffentlichen Lebens bietet einen idealen Standort und eine große Chance für die Gesundheitsversorgung im Essener Norden.
Warum ist es wichtig, ein neues Konzept für die Gesundheitsversorgung im Essener Norden zu entwickeln?
Durch den Zusammenschluss mit dem Katholischen Klinikum Essen hat Contilia auch die Verantwortung für eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Versorgung der Menschen in den nördlichen Stadtteilen übernommen. Dabei wird es wichtig sein, ein integriertes Versorgungskonzept zu entwickeln, in das alle drei Gesundheitsstandorte im Essener Norden dauerhaft eingebunden sind. Dieses Konzept wird mit Blick auf den medizinischen Fortschritt einen immer größer werdenden Anteil an ambulanter Versorgung beinhalten. Die aktuell zum Teil noch starke Trennung zwischen „ambulant“ und „stationär“ wird zunehmend verschwinden. Schon heute wird die überwiegende Zahl aller Erkrankungen ohne einen stationären Aufenthalt behandelt. Und diese Entwicklung wird sich fortsetzen. So hat sich die Verweildauer der Patienten nach einer Behandlung im Krankenhaus in den letzten zehn Jahren von elf auf rund sechs Tage verkürzt. Gleichzeitig steigt bedingt durch den demographischen Wandel und veränderte Lebensbedingungen die Nachfrage zum Beispiel nach Kurzzeitpflegeplätzen oder speziellen Betreuungsangeboten für Menschen mit Demenz. Um hier Antworten auf die immer neuen Anforderungen der Menschen an moderne Medizin und Pflege geben zu können, muss in enger Abstimmung mit den lokalen Akteuren vor Ort für alle Gesundheitsstandorte ein aufeinander abgestimmtes ganzheitliches, interdisziplinäres und standortübergreifendes Leistungsangebot entwickelt werden.

Weitere Informationen:
Vier Gesundheits-Quartiere – ein Konzept

Warum soll das katholische Krankenhaus in Altenessen neu gebaut werden?
Die Gesundheitsversorgung in Deutschland befindet sich aktuell in einem grundlegenden Veränderungsprozess. Das Zusammenwachsen von ambulanten und stationären Leistungen, der digitale Wandel und die immer neuen medizinischen und technologischen Möglichkeiten haben tiefgreifende Auswirkungen. Im Kern dieser Veränderung steht die Forderung nach einem möglichst breiten Leistungsspektrum mit großer Expertise und ausgezeichneter Qualität. Diese berechtigten Erwartungen an ein modernes Krankenhaus sind aber nur durch innovative Infrastruktur und letztlich auch Größe zu erfüllen. Das neue Krankenhaus soll durch sein umfassendes Leistungsangebot aber nicht nur die Bedürfnisse der Patienten berücksichtigen, sondern im Werben um Spitzenmediziner und Pflegekräfte auch zu einem Leuchtturmprojekt für den Essener Norden werden.
Wo soll das neue Krankenhaus gebaut werden?
Das neue Krankenhaus soll auf dem Gelände des heutigen Marienhospitals und unter Einbeziehung des Kirchengrundstücks St. Johann Baptist gebaut werden. Die unmittelbare Anbindung an den Ortskern mit Einkaufszentrum, U-Bahnstation und zahlreichen weiteren Einrichtungen des öffentlichen Lebens bieten einen idealen Standort für den Neubau – und dieser eine ideale Ergänzung für den Stadtteil. Ein Ort für alle. Ein lebendiger Ort. Ein Ort mitten im Leben.

Eigentlich ist die Tatsache, sich jederzeit in einem Krankenhaus behandeln lassen zu können, ein Privileg, um das uns sicherlich viele Menschen weltweit beneiden. Ein Ort, der die Menschen von Beschwerden befreit, der Schmerzen lindert und nicht selten sogar Leben rettet, sollte einer der begehrtesten Orte sein, den zu besuchen man die Möglichkeit hat. Trotzdem gehören Krankenhäuser bisher zu den Orten, die man emotional und räumlich aus seinem Lebensalltag ausklammert. Diese Sichtweise auf Krankenhäuser soll der Neubau ändern. Unter dem Dach des neuen Hauses finden Mitarbeiter, Patienten und ihre Angehörigen genauso zusammen, wie Bewohner oder Besucher des Stadtteils. Die einen, um Kinder auf die Welt zu bringen, Krankheiten zu behandeln oder Gesundheit zu fördern. Die anderen, weil das Haus mit seiner 24/7-Infrastruktur und der Lage im Zentrum des Stadtteils der ideale Ankerplatz für urbanes Miteinander ist. Dazu gehört selbstverständlich auch der Raum für christliches Miteinander.

Warum wird für den Neubau des Krankenhauses auch das Kirchengrundstück benötigt?
Anders als bei vielen bestehenden, älteren Krankenhäusern stehen heute die Bedürfnisse des Patienten im Zentrum einer modernen Krankenhausplanung. So sieht der zukunftweisende Entwurf des neuen Krankenhauses in Altenessen unter anderem die Trennung von nichtinvasiven und invasiven Bereichen vor. Zu den nichtinvasiven Bereichen gehören dabei die Zentrale Notaufnahme mit Unterbringungsmöglichkeit von Rettungs- und Notarztwagen, klinische Ambulanzen, die komplette Funktionsdiagnostik (Radiologie, Ultraschall, EKG, Labor usw.), Aufnahmestation, Arztdienst, Patientenaufnahme, Wartebereich, Information, Warendisposition und Logistikflächen. Im invasiven Bereich befinden sich beispielsweise Operationssäle, Intensivstationen und Intensivüberwachsungspflege, Kreißsäle, Endoskopie, Herzkatheterlabor, usw.). Als Grundlage für optimale Betriebsabläufe und die damit verbundene bestmögliche patientenorientierte Versorgung werden diese Bereiche in Erdgeschoss und 1. Obergeschoss zusammengefasst.

Diese zwangsläufig so angeordneten Funktionen definieren den „Fußabdruck“ eines prozessorientierten und zukunftsfähigen Krankenhausneubaus. Aus diesem Fußabdruck leitet sich die benötigte Grundfläche ab. Im Falle des geplanten Krankenhausneubaus in Altenessen beträgt die benötigte Grundstücksfläche 28.500 Quadratmeter. Auf dem Gelände des heutigen Marienhospitals stehen auch unter Nutzung aller bisherigen Freiflächen nur 23.800 Quadratmeter zu Verfügung. Daher sieht die Planung zwingend eine Einbeziehung des unmittelbar angrenzenden Kirchengrundstücks mit einer Fläche von 4.700 Quadratmetern vor. Die dann insgesamt zur Verfügung stehende Fläche ermöglicht eine Krankenhausplanung, die dem Grundsatz patientenorientierter Prozesse folgt und optimale Krankenhausabläufe ermöglicht.

Wird die Kirche St. Johann Baptist auf jeden Fall abgerissen?
Mit Blick auf die Funktionalität einer modernen Klinik ist der Abriss der Kirche erforderlich. Erst die Einbeziehung des Kirchengrundstücks mit einer Fläche von 4.700 Quadratmetern ermöglicht eine Krankenhausplanung, die dem Grundsatz patientenorientierter Prozesse folgt und optimale Krankenhausabläufe ermöglicht. Andere Varianten wurden eingehend geprüft, sind aber mit dieser Vorgabe unvereinbar.
Könnte man statt des Kirchengrundstückes eventuell den Karlsplatz nutzen?
Der bestehende Bebauungsplan weist den angrenzenden Karlsplatz als „Öffentliche Grünanlage" und Gemeinfläche aus, die in ihrer Funktionalität erhalten bleiben muss. Eine Nutzung als Krankenhausstandort ist demnach unzulässig.
Gibt es andere Grundstücke (z.B. Emil Emscher), die für den Krankenhausneubau in Frage kommen?
Alternative Grundstücke, die die Standortanforderungen und baulichen Notwendigkeiten in realisierbarer Form vereinen, haben sich nach eingehender Prüfung nicht ergeben. Auch eine Verlagerung des Neubaus in das Gewerbegebiet „Emil Emscher“ ist nicht möglich. Das Plangebiet wird durch den Bebauungsplan Nr. 2/80 „Gewerbegebiet Emil“ abgedeckt, der hier Industrie- und Gewerbegebiete festsetzt. Der Regionale Flächennutzungsplan stellt für das Gebiet „Gewerbliche Baufläche, Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzungen“ dar, eine Nutzung als Krankenhausstandort ist also nicht zulässig.
Könnte man nicht zumindest das geplante Krankenhaus-Parkhaus auf einem anderen Grundstück unterbringen und so die St.-Johann-Baptist-Kirche erhalten?
Contilia hat im Vorfeld unterschiedliche Realisierungs-Optionen geprüft und ist sich bewusst, dass der letztlich unvermeidbare Abriss des bestehenden Kirchengebäudes Enttäuschung, Schmerz, Wut und Entsetzen verursachen wird. Für einen Krankenhausneubau ist eine funktionale Architektur mit optimierten Wegeführungen und kurzen Entfernungen allerdings unabdingbar. Deshalb ist das Parkhaus ein integraler Bestandteil. Orientiert an den Bedürfnissen der Patienten sollen die Wege für sie, aber auch für ihre Besucher möglichst kurz und barrierefrei sein. Zudem soll durch ein Parkhaus als Bestandteil des Krankenhauses das „wilde“ Parken in den Nebenstraßen möglichst unterdrückt werden. Derzeit ist im neuen Krankenhaus ein Parkhaus mit einer Grundfläche von 2.200 Quadratmetern geplant. In Abhängigkeit von den Ergebnissen des von Contilia beauftragten Verkehrsgutachtens werden sich die konkrete Anzahl an Stellplätzen und damit die Geschossflächen ergeben. Derzeit geht Contilia insgesamt von rund 500 Parkplätzen aus.
Der Essener Architekt Heinrich Böll schlägt vor, dass Altenheim „Haus St. Monika“ abzureißen, um so Platz für das Krankenhaus zu schaffen. Ist dies eine Alternative, um die Kirche St. Johann Baptist erhalten zu können?
Nein.
Wann soll das neue Krankenhaus gebaut werden?
Noch befinden sich die Planungen im Anfangsstadium. Bei einem Projekt dieser Größenordnung bedarf es zahlreicher Prüfungen, Ausschreibungen und Genehmigungsverfahren, deren zeitlicher Umfang nur schwer zu kalkulieren ist. Wenn man Erfahrungswerte von vergleichbaren Projekten zum Vergleich heranzieht, könnte nach derzeitigem Erkenntnisstand in 2022 mit dem Bau begonnen werden.
Wann kann der erste Patient im neuen Krankenhaus behandelt werden?
Die Bauausführung ist mit rund drei Jahren kalkuliert. Einen optimalen Verlauf unterstellt, würde das Krankenhaus voraussichtlich im Jahr 2025 den Betrieb aufnehmen.
Wieviel Geld wird in den Neubau investiert?
Die Planungen für den Krankenhausneubau in Altenessen sind eingebettet in ein übergeordnetes Konzept zur Neuausrichtung der Gesundheitsversorgung im Essener Norden, in das auch die Standorte Philippusstift (Borbeck), St. Vincenz (Stoppenberg) und Haus Berge (Bergeborbeck) einbezogen sind. Für die Umsetzung dieses Konzepts wird Contilia insgesamt Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro vornehmen.

3. Fragen zum Verkaufs- und Planungsprozess

Wer hat über den Verkauf der Kirche entschieden?
Derartige Entscheidungen werden vom Kirchenvorstand getroffen, der das Vermögen der Pfarrei verwaltet. Die Mitglieder des Kirchenvorstands haben sich die Entscheidung, das Neubauvorhaben zu unterstützen, jedoch nicht leicht gemacht. Nach zahlreichen Diskussionen und intensivem Abwägen der Vor- und Nachteile hat sich das Gremium Ende 2018 aber letztlich dafür entschieden, einem Verkauf der Kirche grundsätzlich zuzustimmen. In den darauf folgenden Monaten hat sich eine Verhandlungsgruppe des Kirchenvorstands mehrfach mit Vertretern der Contilia getroffen und den Kaufvertrags ausgearbeitet. Nach intensiven Beratungen im Kirchenvorstand und im Pfarrgemeinderat hat der Kirchenvorstand der endgültigen Fassung des Vertrags im Mai 2019 zugestimmt. Ende Mai haben Vertreter der Pfarrei und Contilia bei einem Notar diesen Vertrag unterzeichnet, damit wurde der
Verkauf rechtskräftig.
Wie viele Gegenstimmen oder Enthaltungen gab es seinerzeit bei der Abstimmung über die Verkaufsentscheidung?
Der Kirchenvorstand hat im Herbst 2018 mit zwölf zu drei Stimmen zunächst grundsätzlich beschlossen, das Kirchengrundstück zu verkaufen. Auch im Pfarrgemeinderat wurde dieser Beschluss seinerzeit mit breiter Mehrheit unterstützt. Dem eigentlichen Kaufvertrag hat der Kirchenvorstand im Mai 2019 einstimmig – mit einer Enthaltung – zugestimmt.
Wieso ist die Gemeinde nicht zum Kirchenverkauf befragt worden?
Die Verwaltung des Kirchenvermögens liegt in den Händen des Kirchenvorstands (KV), der – neben dem Pfarradministrator und dem stellvertretenden Pfarrer – vor allem aus gewählten Mitgliedern der Pfarrei besteht. Neben der ausführlichen Diskussion und der endgültigen Entscheidung in diesem Gremium hat auch der Pfarrgemeinderat – der ebenfalls die Mitglieder der Pfarrei repräsentiert – den Kirchenvorstand in seiner Position unterstützt. Um es aber deutlich zu sagen: Keinem der Beteiligten ist diese Entscheidung leicht gefallen! Angesichts der großen Chance, die Gesundheitsvorsorge am Standort Altenessen für den gesamten Essener Norden deutlich auszubauen und zudem mit einem Neubau in christlich-katholischer Krankenhaus-Trägerschaft deutlich mehr Präsenz zu zeigen, hat sich der KV schließlich für das Projekt ausgesprochen.
Warum ist das Thema zunächst „geheim“ gehalten worden?
Die Contilia hat im Sommer 2018 erstmals konkret den Standort Altenessen in den Blick genommen. Ende August 2018 hat sich der Kirchenvorstand daher erstmalig mit der Frage befasst, ob dieser einem Verkauf der Pfarrkirche zugunsten eines großen Krankenhausneubaus auf dem gesamten Gelände von Marienhospital und Kirche zustimmen würde. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Mitglieder des Kirchenvorstands die Überlegungen jedoch nicht öffentlich machen. Für den Krankenhausbetreiber sind in der sich dann anschließenden frühen Planungsphase zahlreiche Aspekte zu beachten: Finanzierungszusagen, baurechtliche Genehmigungsfragen, Aufsichtsgremien, Stadtentwicklungs-Perspektiven und nicht zuletzt die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Marienhospital. Der Wunsch nach frühzeitiger Transparenz ist verständlich, muss aber in einem derart komplexen Verfahren mit vielen Beteiligten einer vorgegebenen Schrittfolge entsprechen.
Wieso hat die Gemeinde erst nach der grundsätzlichen Zustimmung des Kirchenvorstands von dem Projekt erfahren?
Der Kirchenvorstand ist hier an ein Verfahren gebunden. Denn für den Krankenhausbetreiber sind in einer derart frühen Planungsphase zahlreiche Aspekte zu beachten: Finanzierungszusagen, baurechtliche Genehmigungsfragen, Aufsichtsgremien, Stadtentwicklungs-Perspektiven und nicht zuletzt die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Marienhospital: Der Wunsch nach frühzeitiger Transparenz ist verständlich, muss aber in einem derart komplexen Verfahren mit vielen Beteiligten einer vorgegebenen Schrittfolge entsprechen. Hinzu kommt: Die Contilia hat im Sommer 2018 erstmals konkret den Standort Altenessen in den Blick genommen.
Wie ist der aktuelle Stand bei den Einsprüchen gegen die Wahl zum Kirchenvorstand und gegen den Kirchenvorstands-Beschluss, die Kirche verkaufen zu wollen?
Nach der Wahl zum Kirchenvorstand im Herbst 2018 hatten mehrere Pfarreimitglieder die Wahl wegen angeblich formaler Fehler angefochten. Nachdem zunächst der Kirchenvorstand diese Einsprüche abgelehnt hatte, haben sich die Beschwerdeführer an das Bistum als Berufungsinstanz gewandt. Die Prüfung ergab, dass keine Formfehler vorliegen. Der Einspruch wurde abgewiesen, daraufhin hat sich der neue Kirchenvorstand konstituiert. Nach der Abweisung des Einspruchs durch das Bistum hat einer der Beschwerdeführer gegen diese Entscheidung eine kirchenrechtliche Beschwerde („hierarchischer Rekurs“) eingelegt. Diese Beschwerde wurde gemäß der kirchenrechtlichen Vorschriften der Kleruskongregation im Vatikan zur Entscheidung vorgelegt. Diese hat inzwischen die Beschwerde zurückgewiesen und die Rechtmäßigkeit der Wahl bestätigt.

Neben der Beschwerde gegen die Kirchenvorstandwahl hat das selbe Gemeindemitglied beim Verwaltungsgericht beantragt, der Kirchengemeinde aufzugeben, für die Dauer des Beschwerdeverfahrens zur Kirchenvorstandswahl, keine Beschlüsse über einen Verkauf zu tätigen. Dieser Antrag wurde letztinstanzlich vom Oberverwaltungsgericht NRW zurückgewiesen. Das Oberverwaltungsgericht hatte damit bestätigt, dass der aktuelle Kirchenvorstand unproblematisch berechtigt ist, über den Verkauf zu beschließen.

Mit den Einsprüchen gegen die Kirchenvorstandswahl haben die Beschwerdeführer auch den Beschluss des Kirchenvorstands angefochten, mit dem dieser im Herbst seine Bereitschaft zum Verkauf der Kirche erklärt hat. Inzwischen wurden diese Beschlüsse durch den eigentlichen Verkaufsbeschluss jedoch auch rechtlich überholt.

Im Mai 2018 hat Bischof Overbeck der Pfarrei mit dem Votum des Pfarreientwicklungsprozesses bestätigt, dass die St.-Johann-Baptist-Kirche über 2030 hinaus bestehen bleibt. Jetzt soll sie abgerissen werden! Was soll man denn jetzt noch glauben?
Der Pfarreientwicklungsprozess zeichnet sich durch eine hohe Verbindlichkeit des Votums aus. Trotzdem kann es Änderungen geben – zum Beispiel auf Grund äußerer Einflüsse – wenn sowohl die Gremien der Pfarrei als auch das Bistum diesen Änderungen zustimmen. Dass das Votum der Pfarrei St. Johann Baptist nun bereits wenige Monate nach der Bestätigung weiterentwickelt werden muss, war so nicht absehbar. Im Sommer 2018 hat Contilia ihre Planungen für einen Krankenhausneubau konkretisieren können. Ende August 2018 hat sich der Kirchenvorstand daher erstmals mit der Frage befasst, ob dieser einem Verkauf der Pfarrkirche zugunsten eines großen Krankenhausneubaus auf dem gesamten Gelände von Marienhospital und Kirche zustimmen würde. Angesichts der Bedeutung dieses Projektes für den gesamten Essener Norden musste im PEP-Votum der Hinweis auf St. Johann Baptist als Pfarrkirche in Frage gestellt werden.
Der Plan eines Krankenhaus-Neubaus existiert doch schon länger – warum hat man die Gremien der Pfarrei im Pfarreientwicklungsprozess erst zwei Jahre lang diskutieren lassen und erst nach Beschluss und Bestätigung des Votums die Krankenhaus-Option zur Sprache gebracht?
Die Contilia hat im Sommer 2018 ihre Planungen für einen Krankenhausneubau konkretisiert und dabei erstmals den Standort Altenessen in den Blick genommen. Ende August 2018 hat sich der Kirchenvorstand daher erstmalig mit der Frage befasst, ob dieser einem Verkauf der Pfarrkirche zugunsten eines großen Krankenhausneubaus auf dem gesamten Gelände von Marienhospital und Kirche zustimmen würde. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Mitglieder des Kirchenvorstands die Überlegungen jedoch nicht öffentlich machen. Denn für den Krankenhausbetreiber sind in einer derart frühen Planungsphase zahlreiche Aspekte zu beachten: Finanzierungszusagen, baurechtliche Genehmigungsfragen, Aufsichtsgremien, Stadtentwicklungs-Perspektiven und nicht zuletzt die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Marienhospital. Der Wunsch nach frühzeitiger Transparenz ist verständlich, muss aber in einem derart komplexen Verfahren mit vielen Beteiligten einer vorgegebenen Schrittfolge entsprechen.
Der Abriss der Kirche steht im Widerspruch zu dem vom Bischof bestätigten, verbindlichen Votum – darf vor diesem Hintergrund ein solcher Beschluss überhaupt gefasst werden?
Die Vorgaben des Bistums zum Pfarreientwicklungsprozess sehen vor, dass das Votum einen hohen Grad an Verbindlichkeit sowohl für die Pfarrei, als auch für das Bistum hat. Änderungen – zum Beispiel aufgrund äußerer Einflüsse – können erfolgen, wenn beide Seiten diesen Änderungen zustimmen. Ein solcher Fall ist im Sommer 2018 eingetreten, als die Contilia ihre Planungen für einen Krankenhausneubau konkretisieren konnte. Ende August 2018 hat sich der Kirchenvorstand daher erstmals mit der Frage befasst, ob dieser einem Verkauf der Pfarrkirche zugunsten eines großen Krankenhausneubaus auf dem gesamten Gelände von Marienhospital und Kirche zustimmen würde. Im PEP-Votum musste der Hinweis auf St. Johann Baptist als Pfarrkirche angesichts der Bedeutung dieses Projektes für den gesamten Essener Norden in Frage gestellt werden.
Was hat es mit der Schenkungsurkunde für die Kirche auf sich?
Nach schwersten Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die St.-Johann-Baptist-Kirche in der Nachkriegszeit völlig neu aufgebaut. Das ursprüngliche Kirchengebäude ging im 19. Jahrhundert auf eine Schenkung von Johann Lindemann zurück. Dieser äußerte zunächst die Absicht, seine Kirche der Gemeinde als „unveräußerliches Eigentum“ zu übergeben. Diese Formulierung ist aber weder in den Entwürfen noch in der endgültigen, rechtskräftig fixierten Fassung der Schenkungsurkunde vom 19.07.1862 enthalten. Ob aus der Tatsache, dass womöglich bis heute Lindemanns Grab in der Kirche vorhanden ist, Besonderheiten zu beachten sind, wurde durch die Abteilung Kirchenrecht im Bischöflichen Generalvikariat geprüft. Diese war zu dem Ergebnis gekommen, dass selbst wenn das Grab vorhanden sein sollte, dies den Verkauf nicht hemmt. Unabhängig von der rechtlichen Einschätzung wird bei der Schließung der Kirche natürlich untersucht, ob das Grab noch vorhanden ist. Nach Prüfung verschiedener Unterlagen ist die Existenz des Grabes jedoch sehr unwahrscheinlich. Zuletzt wurde im Jahr 2008 der gesamte Fußboden ausgetauscht, ohne dass Hinweise auf eine Grabstätte entdeckt wurden. Sollte wider Erwarten ein Grab entdeckt werden, wäre es umzubetten.
Wie viel Geld bekommt unsere Pfarrei für den Verkauf des Kirchen-Grundstücks?
Der Verkaufspreis allein für das Kirchengrundstück wird bei 1,1 Millionen Euro liegen. Dieser Preis liegt oberhalb der Summe, die ein unabhängiger und öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter für das Grundstück und Kirche festgestellt hatte.
Stimmt es, dass die Pfarrei den gesamten Verkaufserlös wieder in die neue Kirche und das Jugendheim investieren muss?
Ja, weil es oberstes Ziel der Pfarrei ist, den pastoralen Standort St. Johann Baptist zukunftsfähig zu erhalten. Deshalb hat sich der Kirchenvorstand verpflichtet, den kompletten Verkaufserlös allein dort zu investieren – und nicht an anderen Standorten der Pfarrei. Im Kaufvertrag ist festgehalten, dass rund 400.000 Euro in den Umbau des Jugendheims investiert werden – und die restliche Summe für die Ausstattung der Kirche zur Verfügung steht.
Wer zahlt den Abriss der Kirche?
Die Übertragung des Grundstücks an die Contilia erfolgt samt der Gebäude, so dass die Rückbaukosten vom Käufer zu tragen sind.
Sind die Kirche und das Grundstück schon verkauft?
Ja. Mit der notariellen Unterzeichnung des Kaufvertrags durch Vertreter des Kirchenvorstands und der Contilia ist der Kaufvertrag in Kraft getreten. Allerdings endet damit nicht die Nutzung der bisherigen Pfarrkirche und der Nebengebäude: Im Kaufvertrag ist vereinbart, dass die Pfarrei diese noch bis Mitte Januar 2021 nutzen darf.
Stimmt es, dass Contilia einen weiteren Flächenankauf im Umfeld des Marienhospitals plant?
Nein.
Wie sieht es mit dem Baurecht für das Krankenhaus aus?
Contilia hat Ende September 2018 einen planungsrechtlichen Vorbescheid beantragt. Im Zuge der Beteiligung der Fachämter ist der Krankenhausbetreiber gefordert, zusätzlich ein Verkehrsgutachten einzureichen. Dieses ist beauftragt und in Bearbeitung. Nach der Einreichung dieses Gutachtens dürfte nach Auffassung von Contilia die grundsätzliche planungsrechtliche Zulässigkeit des Neubauvorhabens gegeben sein und dem Neubau bauordnungsrechtlich nichts entgegenstehen. Sobald der entsprechende Bescheid vorliegt, werden die Planungen für den Rückbau des Krankenhauses und der Kirche aufgenommen.

4. Von der Pfarrkirche St. Johann Baptist zur neuen Kirche im Krankenhaus

Soll die Kirche in der neuen Klinik der Ersatz für unsere Kirche St. Johann Baptist sein?
Die Kirche in dem geplanten Krankenhaus-Neubau wird weder mit der St.-Johann-Baptist-Kirche noch mit der bisherigen Krankenhauskapelle im Marienhospital vergleichbar sein. Im Kaufvertrag wurde vereinbart, dass die Kirche im Krankenhaus mit Nebenräumen rund 460 Quadratmeter groß werden und so bis zu 400 Gläubigen Platz bieten wird. Neben dem etwa 250 Quadratmeter großen eigentlichen Kirchraum sind auch ein eigener Saal für die Gemeinde (80 qm) und eine Empore (70 qm) im ersten Obergeschoss vorgesehen. Bei den regelmäßigen Sonntagsmessen wird die Kirche im Erdgeschoss damit rund 200 Gläubigen Platz bieten – bei Bedarf lässt sich dieses Platzangebot jedoch durch den angeschlossenen Saal und die Empore in etwa verdoppeln. Über die Gestaltung der Kirche wird künftig in einem gemeinsamen Ausschuss von Pfarrei und Contilia beraten werden. Dieser Ausschuss wird von Kirchenbauexperten des Bistums unterstützt.
Die neue Kirche im neu gebauten Krankenhaus ist doch viel zu klein!
Noch ist die Gestaltung der neuen Kirche im geplanten Klinik-Neubau nicht endgültig geklärt. Ziel ist aber, dass dort auch reguläre Gemeindegottesdienste stattfinden können. Laut dem Kaufvertragsentwurf soll die Kirche im Krankenhaus mit Nebenräumen rund 460 Quadratmeter groß werden und so bis zu 400 Gläubigen Platz bieten. Neben dem etwa 250 Quadratmeter großen eigentlichen Kirchraum sind auch ein Saal (80 qm) und eine Empore (70 qm) im zweiten Obergeschoss vorgesehen. Bei den regelmäßigen Sonntagsmessen wird die Kirche im Erdgeschoss damit rund 200 Gläubigen Platz bieten – bei Bedarf lässt sich dieses Platzangebot jedoch durch den angeschlossenen Saal und die Empore in etwa verdoppeln. Ein gemeinsamer Ausschuss soll über die Gestaltung der Kirche beraten. Die Kirche erhält einen separaten, erdgeschossgleichen außenliegenden Eingang über den Karls- oder Johanniskirchplatz.
Was wird aus unserem Pfarrbüro?
Der Käufer wird dem Verkäufer in der Bauphase des Krankenhausneubaus einen Raum in dem Gebäude Johanniskirchstraße 28/30 als Gemeindebüro mietfrei zur Verfügung stellen. Nach Fertigstellung des Krankenhausneubaus ist vorgesehen, der Kirchengemeinde im Empfangsbereich des Krankenhauses eine Kontaktstelle zu ermöglichen. (Auszug aus dem Vertrag)
Kritiker verweisen auf die Versammlungsstättenverordnung und behaupten, im eigentlichen Kirchraum seien statt 200 nur 115 Sitzplätze verfügbar.
Dies ist falsch. Selbstverständlich wurden die Regeln der Sonderbauverordnung NRW (die Versammlungsstättenverordnung gilt bereits seit 2009 nicht mehr) bei der Erstellung der schematischen Planungen für die neue Kirche und den angrenzenden Saal berücksichtigt. Demnach ist eine Unterbringung von rund 200 Gläubigen im Kirchraum und bis zu 400 Personen bei Einbeziehung von Saal und Empore durchaus möglich.
Ist in der neuen Kirche eine gemeinsame Nutzung durch Krankenhaus und Gemeinde geplant?
Die Kirchengemeinde entscheidet alleine, wer wann die Kirche und den angeschlossenen Saal nutzt.
Warum muss sich die Kirchengemeinde an der Ausstattung des Neubaus beteiligen?
Ähnlich wie beim Bezug einer (Eigentums-)Wohnung stellt im Falle der neuen Kirche die Contilia das Gebäude bereit, während unsere Pfarrei als Nutzerin die Ausstattung und die Gestaltung finanziert.
Gehört zur Ausstattung der Kirche auch die Beleuchtung?
Ja, ein Teil des Verkaufserlöses ist ausdrücklich für die besondere Beleuchtung unserer Kirche vorgesehen. Geplant ist eine neue Beleuchtungsanlage mit verschiedenen Lichtinstallationen, so dass in den Gottesdiensten eine außergewöhnliche Beleuchtung erreicht werden kann.
Wo sollen wir in Zukunft unser Gemeindefest feiern?
Mit der Contilia ist ausdrücklich vereinbart, dass auf dem Karlsplatz/Johanniskirchplatz weiterhin ein Gemeindefest möglich ist. Mit dem Kaufvertrag verpflichtet sich Contilia, dort Anschlüsse für Wasser und Strom anzulegen.
Ist die Nutzung der neuen Kirche durch die Pfarrei auch für die Zukunft gesichert?
Ja. Durch eine so genannte „Dienstbarkeit“, die im Grundbuch eingetragen wird, ist sichergestellt, dass die neue Kirche und ihre Nebenräume auch in Zukunft von der Gemeinde genutzt werden können.
Was passiert, wenn unsere Kirche abgerissen ist und das Krankenhaus dann aber doch nicht gebaut wird?
Nach dem Kaufvertrag darf ein Abriss erst nach Erteilung der Baugenehmigung erfolgen – oder wenn unsere Pfarrei etwas anderes genehmigt. Somit ist sichergestellt, dass die Kirche erst dann abgerissen wird, wenn auch der Neubau kommt.
Werden auch die Nebenräume zur Kirche im Krankenhaus im Grundbuch gesichert?
Ja! Die grundbuchliche Sicherung bezieht sich auf sämtliche der Kirchengemeinde im Kaufvertrag zugestanden Räume, somit auch auf die Nebenräume.
Wann startet der Abriss der Kirche?
Frühestens im Februar 2021.
Wo sollen sich unsere Gruppen und Verbände in Zukunft treffen? Schließlich wird mit der Kirche auch das Gemeindezentrum abgerissen.
Insgesamt stehen in der Pfarrei auch nach der Schließung von St. Johann Baptist zahlreiche Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung. Gleichwohl ist es bedauerlich, wenn Gruppen, Vereine und Verbände mit teilweise langjähriger Tradition vertraute Räume aufgeben oder künftig mit anderen Gruppen gemeinsam nutzen müssen. Dies ist jedoch ein Thema, dem sich in den Pfarreientwicklungsprozessen in unserem Bistum aktuell Gruppierungen in allen Pfarreien stellen müssen. Angesichts knapper werdender Räumlichkeiten wird es in Zukunft immer weniger exklusive Nutzungen für bestimmte Gruppen geben können – in Altenessen gilt dies nicht nur im Bereich von St. Johann Baptist, sondern in beiden Gemeinden und an allen vier Kirchen-Standorten. Gemeinsam mit den Vereinen und Verbänden werden der Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat deshalb nach guten und tragfähigen Lösungen suchen, um auch nach der Schließung von Räumen allen Gruppen weiterhin ein gutes Zuhause bieten zu können. Zudem hat die Evangelische Gemeinde ihre Unterstützung signalisiert, eine weitere Option ist das ehemalige evangelische Gemeindeheim KD 11/13. Außerdem wird die Pfarrei das Jugendheim aus- und umbauen. Dabei geht es nicht nur um Sanierungen, sondern um eine echte Investitionen in das Gemeindeleben vor Ort. Unter anderem sind ein Anbau am Zugang zum Saal mit Küche, behindertengerechter Toilette, Windfang und Stuhllager geplant, so dass bestehende Räume neu genutzt werden können. Zudem soll es einen Außenzugang zu den Kellerräumen und ein Materiallager auf dem Grundstück geben. Ein neues Innenraumkonzept soll zudem die gemeinsame Nutzung der Räume durch mehrere Gemeinschaften möglich machen. Auch künftig wird es dabei ausreichend Spielflächen für Kinder und Jugendliche geben.
Wird mit der Kirche auch das Jugendheim abgerissen?
Nein, das Jugendheim bleibt vom Klinik-Neubau unberührt und wird von der Pfarrei ertüchtigt und ausgebaut. Dabei geht es nicht nur um Sanierungen, sondern um eine echte Investitionen in das Gemeindeleben vor Ort. Unter anderem sind ein Anbau am Zugang zum Saal mit Küche, behindertengerechter Toilette, Windfang und Stuhllager geplant, so dass bestehende Räume neu genutzt werden können. Zudem soll es einen Außenzugang zu den Kellerräumen und ein Materiallager auf dem Grundstück geben. Ein neues Innenraumkonzept soll zudem die gemeinsame Nutzung der Räume durch mehrere Gemeinschaften möglich machen. Auch künftig wird es dabei ausreichend Spielflächen für Kinder und Jugendliche geben.
Wird das Jugendheim nach der Renovierung nun das neue Gemeindeheim? Wie sieht es dann mit der Jugend aus?
Auch nach Erweiterung und Ausbau des Jugendheims wird dieses insbesondere der Jugend zur Verfügung stehen. Die Raumaufteilung wird die Kirchengemeinde vornehmen. Hier soll selbstverständlich auf die Belange der Jugend Rücksicht genommen werden. Für klassische Gremiensitzungen steht dann auch der neue Saal der Kirche im Krankenhaus zur Verfügung.
Können auch im neu renovierten Jugendheim Räume für Feiern angemietet werden?
Dies entscheidet der Kirchenvorstand. Eine Änderung des bisherigen Vorgehens ist bislang aber nicht vorgesehen.
Wie wird der Abschied von unserer Pfarrkirche begangen werden?
Das ist jetzt noch nicht klar, wird aber rechtzeitig vom Pfarrgemeinderat und den Seelsorgerinnen und Seelsorgern der Pfarrei geplant. Es gibt aber gute Vorbilder, zum Beispiel den Abschied von der St-Thomas-Morus-Kirche in Vogelheim oder den von der St.-Marien-Kirche in Karnap, an denen wir uns orientieren können.
Wie lange müssen wir in einem Ausweichquartier Gottesdienst feiern?
Nach den derzeitigen Planungen während der Bauphase, also von 2021 bis ins Jahr 2025 hinein.

5. Die Zukunft der Pfarrei St. Johann Baptist

Mit dem Abriss verschwindet das katholische Leben aus dem Zentrum von Altenessen. Hier geht doch ohnehin alles Christliche den Bach herunter!
Das Gegenteil ist der Fall. Ein hochmodernes Krankenhaus unter sichtbar christlich-katholischer Trägerschaft soll sich zum Stadtteil hin öffnen und so ein erkennbar christliches Haus im Zentrum von Altenessen werden.
Wird die Kirche St. Johann Baptist zugunsten von St. Hedwig geopfert?
Nein. Die Entscheidung zur St.-Johann-Baptist-Kirche hat ausschließlich mit dem geplanten Krankenhaus-Neubau zu tun und ist unabhängig von den anderen Kirchorten in der Pfarrei gefallen.
Wird St. Hedwig jetzt erhalten?
Das ist im Moment noch offen.
Welche Kirche wird in Zukunft Pfarrkirche sein?
Das ist im Moment noch offen und wird bis Herbst 2020 diskutiert und entschieden werden.
Ist das gesamte Votum damit aufgehoben?
Nein, das bestätigte Votum bleibt in Kraft und wird lediglich angepasst.
Wo feiern wir demnächst Hochfeste und Kommunion?
Mittelfristig stehen in der Pfarrei hierfür die Kirchen St. Hedwig, Herz Jesu und Herz Mariä zur Verfügung. Zudem gibt es erste Gespräche mit der evangelischen Gemeinde, ob nicht auch langfristig, über die Umbauphase hinaus, eine gemeinsame Nutzung der „Alten Kirche“ und der neuen Kirche im Krankenhaus möglich wäre.

Stand: 12. Juli 2019