Ehrenamtskoordination

Sachausschuss Ehrenamt

Viele Menschen engagieren sich in vielfältiger Weise zum Wohle ihrer Mitgläubigen und Mitmenschen in unserer Pfarrei. Die Formen des Engagements sind dabei so unterschiedlich wie die Engagierten selbst. Im Ausschuss Ehrenamt können sich interessierte Ehrenamtliche mit ihren Ideen einbringen und Erfahrungen austauschen und somit an einer zukunftsfähigen Pfarrei mitgestalten.

Aus dem Sachausschuss heraus ergibt sich das team ehrenamt, ein Kernteam um unsere hauptamtliche Ehrenamtskoordinatorin, das sehr proaktiv an der Umsetzung von Ehrenamtsstandards, Projektneuentwicklungen und der Anerkennungskultur für unsere Pfarrei mitwirkt.

Ansprechpartner:
Karin Lück (Engagementförderin)
(02 01) 4 36 46-23
karin.lueck@bistum-essen.de

Nächstes Treffen:
folgt

Protokolle:
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Karin Lück

Unsere Engagementförderin

Seit dem 15. Oktober 2019 gibt es in St. Johann Baptist und St. Nikolaus eine neue hauptamtliche Mitarbeiterin, unsere Engagementförderin Karin Lück. Damit Sie sie schon ein wenig kennenlernen können, haben wir Frau Lück zum Interview gebeten.


Ich bin ein engagierter, offener Mensch, der Bewährtes und Innovatives gerne zusammenbringt, um daraus etwas Gutes für die Zukunft zu gestalten. Von meinen Berufen her bin ich Betriebswirtin und Psychotherapeutin. Ich habe häufiger schon neue Projekte initiiert, aufgebaut und betreut. Ich bin erfahren im Ehrenamt bei gemeinnützigen Vereinen im Bereich von Spiritualität, Bildung und Philosophie. Und natürlich stehe ich beim Sommerturnier des hiesigen Fußballvereins immer auch mit an der Kaffeetafel oder beim Karnevalsverein an der Sektbar.


An verantwortlichen Stellen hat man sich sehr dafür eingesetzt, dass der Essener Norden als Pilot-Pfarrei das wichtige Thema Ehrenamt neu angehen kann. Ich bin die erste hauptamtliche Ehrenamtskoordinatorin des Bistums Essen. Das freut mich sehr und macht mich auch stolz. Sich verändernde Rahmenbedingungen, die durch den PEP in eine stimmige Richtung gelenkt werden, bringen sowohl die Notwendigkeit als auch die Gelegenheit mit sich, dass die Gemeindemitglieder sich mehr aktiv einbringen. Herausforderung als Chance! Ohne ehrenamtliches Engagement, egal in welcher Form, würde unsere Welt zusammenbrechen. Auch die Kirchen kamen nie ohne ihre Freiwilligen aus. Daher freue ich mich auf viele Kontakte mit den Gemeindemitgliedern, mit Nicht-mehr-Kirchgänger*innen und allen Mitmenschen, die sich für unsere Stadt und die christliche Gemeinschaft engagieren wollen, um gemeinsam neue Wege zu gehen.


Als Kind des Essener Südens finde ich im Norden auch etwas von meinen eigenen Wurzeln. Zum Beispiel wenn ich über Zollverein gehe oder durch die ehemaligen Zechensiedlungen. Mein Opa war Bergmann und ich bin nun nach Auslandsaufenthalten und einer Zeit in Frankfurt a.M. zurück an der Ruhr. Die Menschen hier sind echt, authentisch und tragen das Herz auf der Zunge. Das liebe ich am Ruhrgebiet. Daher freue ich mich auf viel Nicht-um- den-heißen-Brei-miteinander-Reden. Tacheles! Zudem bin ich kritikfähig und möchte niemanden überrollen. Ich brauche die Hilfe und Unterstützung aller für diese verantwortungsvolle Aufgabe und möchte von den Gemeindemitgliedern lernen.


„Das 21. Jahrhundert wird religiös sein - oder es findet nicht statt.“ Ich glaube an diesen berühmten Satz von André Malraux. Die Moderne hat sich von ihren eigenen Wurzeln abgeschnitten und somit von den tieferen Dimensionen des Lebens. Die Menschen sind selbstverantwortlicher geworden und nach wie vor auf der Sinnsuche und sie merken mittlerweile, dass alleine das Materielle ihnen nicht genügt. Daher brauchen Religion und Spiritualität ein aktualisiertes Weltbild, welches nicht rückwärtsgewandt oder orthodox, sondern trans-personal ausgerichtet ist. Die Kirchen, allen voran die neue, einladende Katholische Kirche, ist auf diesem Weg zu einem (post)modernen Gottesbild. Leben ist Wandel, so doch die Kernbotschaft Jesus. Ich freue mich als gläubige Christin, dass mir hier das Vertrauen entgegengebracht wird und ich an diesem wichtigen Wendepunkt und Paradigmenwechsel mithelfen kann, für die Gemeinschaft etwas zu tun.


Schauen und wertschätzen, was schon Großartiges geleistet worden ist in all den Jahren. Die Pfarreien sind sehr im Umbruch, wie überall in Deutschland. Das verunsichert und bringt auch Ängste hervor. Es braucht Orientierung, diese versuche ich mit auf den Weg zu geben. Und das kriegen wir am besten hin, wenn wir alle mit anpacken. Es haben sich sowohl die Erwartungen der freiwillig Mitarbeitenden als auch die Anforderungen geändert. Ehrenamtliche übernehmen Tätigkeiten, die früher Aufgabe der Hauptamtlichen waren. Dies macht logischerweise eine andere Herangehensweise erforderlich, wie in anderen Organisationen und Arbeitsabläufen auch. Wir werden daher gemeinsam ein modernes Ehrenamtskonzept etablieren, welches aus der Perspektive der Wünsche und Bedürfnisse der Gemeindemitglieder und des gesamten Stadtteils denkt. Erste Schritte sind daher viele Gespräche und Treffen, damit wir alle wissen, was es braucht, und wir es zusammen angehen.

Liebe Frau Lück, vielen Dank für das Gespräch. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.