Dritter Adventssonntag

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Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.

Dies ist das Zeugnis des Johannes: Als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du?, bekannte er und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Messias.

Sie fragten ihn: Was bist du dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da fragten sie ihn: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Auskunft geben. Was sagst du über dich selbst?

Er sagte: Ich bin die Stimme, die in der Wüste ruft: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Unter den Abgesandten waren auch Pharisäer. Sie fragten Johannes: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Messias bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Er antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt und der nach mir kommt; ich bin es nicht wert, ihm die Schuhe aufzuschnüren. Dies geschah in Betanien, auf der anderen Seite des Jordan, wo Johannes taufte.

Macht hoch die Tür!?

Auch in diesem „anderen“ Advent höre ich das Lied in fast jedem Gottesdienst – im Fernsehen, in der Kirche: Macht hoch die Tür.

Gerne würde ich es mal wieder machen: Die Türen weit auf für unsere Kokis oder für den Gesprächskreis im Haus Monika und Zuhause für Freund*innen und Familienkreis… die Tor macht weit. Da ist aber ein hinterhältiges Virus dagegen, das sich nicht so einfach verscheuchen lässt. Geduld ist angesagt – und das nun schon so lange. Jetzt ist auch noch der Advent betroffen… war doch immer so schön mit Kaffeeklatsch und Plätzchen, mit Liedersingen und Gedichte hören. Macht hoch die Tür – und hoch die Tassen.

Aber wer weiß – vielleicht gibt dieser ruhige Advent dem, der da in unsere Welt kommen will, eine größere Chance, bei mir anzukommen. Vielleicht habe ich in manchen Jahren vor lauter Beschäftigtsein und Feiern gar nicht bedacht, was der Advent ankündigt und was auch dieses Adventlied sagt: Gott kam damals und kommt heute in unsere Welt. Und der kommt nicht zum Kaffeeklatsch (manchmal vielleicht doch??!!), sondern er kommt, um mir zu zeigen, wie gut ich aufgehoben bin, wie nah der Himmel ist und wie ich dazu beitragen kann, dass andere das auch erfahren.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser wünsche ich noch gesegnete Tage im „anderen“ Advent – und wenn auch kein volles Haus, dann aber doch das ein oder andere leckere Plätzchen, gute Gespräche, die Geduld, abzuwarten und Tee zu trinken und das gute Gefühl, „trotz allem“ gut aufgehoben zu sein.

Für das Pastoralteam

Uta Stötzel
Gemeindereferentin

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