Bischof Overbeck und Generalvikar Pfeffer besuchen Pfarrgemeinderat

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Nach dem Beschluss der Contilia, die Krankenhausgruppe KKE verkaufen zu wollen, suchte die Bistumsleitung das Gespräch.

Bischof Franz-Josef Overbeck und Generalvikar Klaus Pfeffer haben sich nach der Ankündigung der Contilia GmbH, die Katholisches Klinikum Essen GmbH (KKE) verkaufen zu wollen, am Donnerstagabend solidarisch an die Seite der Pfarrei St. Johann Baptist gestellt. Für die Kirchengemeinde, die sich im vergangenen Jahr nach intensivem Ringen für den Verkauf ihrer Pfarrkirche zugunsten eines neuen, modernen Krankenhauses samt neuer Kirche ausgesprochen hatte, sei der geplante KKE-Verkauf ein Unglück, sagte Overbeck bei einem Besuch der Pfarrgemeinderatssitzung. Nun ständen viele Planungen in St. Johann Baptist zunächst unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung.

Gespräch mit Oberbürgermeister Kufen am Montag

Jetzt sei die Contilia am Zug, sagte der Bischof. Gemeinsam mit vielen Partnern unterstütze er jedoch die Suche nach einer guten Lösung für die Stadt und für die Pfarrei. So werden sich Overbeck und Pfeffer unter anderem am kommenden Montag mit Oberbürgermeister Thomas Kufen treffen.

Kein Handlungsdruck für die Pfarrei

Marcus Klefken, Dezernent im Bischöflichen Generalvikariat, verwies darauf, dass es für die Pfarrei derzeit „keinen Handlungsdruck“ gebe: Der Kaufvertrag, mit dem die Pfarrei im vergangenen Mai ihr Kirchengrundstück samt Immobilien an die KKE verkauft habe, sei weiter gültig. Vom Vertrag zurücktreten könne die Pfarrei nur, wenn die KKE – oder ein Rechtsnachfolger – das neue Krankenhaus mit der neuen Kirche nicht baue, so Klefken.

(Pressemitteilung vom 17.01.2020 – Bistum Essen)

Tipp der Redaktion:
Weitere Informationen zum KKE-Verkauf erhalten Sie hier:
www.johannbaptist.de/fragen-und-antworten-zum-geplanten-kke-verkauf

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1 Kommentar

  1. Thomas Przybilla am

    ” Vom Vertrag zurücktreten könne die Pfarrei nur, wenn die KKE – oder ein Rechtsnachfolger – das neue Krankenhaus mit der neuen Kirche nicht baue, so Klefken.”
    Damit sind, so wie sich die Situation im Augenblick darstellt, doch die grundsätzlichen Vorraussetzungen für eine Rückabwicklung des Kaufvertrages gegeben. Die KKE bzw. die Contilia werden kein neues Krankenhaus bauen. Wer Herrn Albrecht oder Frau Kölligs fragt, wird diese Antwort bekommen.
    So genau möchte das Bistum das im Augenblick aber wahrscheinlich garnicht wissen. Der Bischof will den Kirchturm von St. Johann fallen sehen und so lange das nicht durch ein geändertes Votum fixiert ist, wird sicherheitshalber nicht nachgefragt. Die Gemeinde wird mit der Hoffnung vertröstet, dass der x-te Rechtsnachfolger vielleicht doch noch ein neues Krankenhaus baut.
    Und Zeitdruck entsteht allein durch den Umstand, dass die Nutzung der KIrche St. Johann nur bis Januar 2021 zugesagt ist und im Augenblick wahrscheinlich nur der absolut notwenigste bauliche Unterhalt erfolgt, sie also auf Verschleiß gefahren wird. Ich sehe die realistische Gefahr, dass bis Januar 2021 nicht rechtssicher feststehen wird, ob ein ein Krankenhausneubau erfolgt. Dann endet aber das Nutzungsrecht und die Gemeide St, Johann Baptist Altenessen kann sich ansehen, wie eine Kirchenruine entsteht. Die Verantworlichen im Bistum und in der Gemeinde müssen alles tun, um dies zu vermeiden.